Wiederaufnahme in die Kirche

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Zurück – eine Chance

Der Weg zur Wiederaufnahme in die katholische Kirche

Jedes Jahr finden immer wieder Menschen in unserer Pfarrei Seliger Johannes Prassek den Weg zurück in die Kirche. Jeder Ausgetretene hat grundsätzlich das Recht auf diesen Wiedereintritt. Die Regeln für die Wiederaufnahme des ehemaligen und neuen Katholiken geben für das Verfahren eine klare Struktur vor. Wenn ein Mensch wieder in die Kirche eintreten will, so ist es in unserer Pfarrei üblich, meldet er sich bei einem unserer Gemeindebüros und stellt erst mal einen einfachen Antrag für den Wiedereintritt.

Danach geht der Weg in der Regel über einen Priester der Pfarrei, der zu dem Wiedereintrittswilligen Kontakt aufnimmt und ihn zu einem ersten Gespräch einlädt. Dieses Gespräch kann aber auch mit jedem anderen Priester und Geistlichen oder einer Seelsorgerin der Pfarrei geführt werden. Inhalte sind die Frage nach dem Grund des einstigen Austritts wie die Beweggründe für den Weg zurück in die Kirche. Es handelt sich dabei also um ein Glaubensgespräch mit einem Seelsorger, bei dem die Gesprächspartner beidseitig bestimmen können, in welche Tiefe sie vordringen wollen.

Beim Gespräch füllt der Priester das Antragsformular mit Angaben zur Person, zum Motiv des Glaubensgespräches und der Begründung des Wiedereintritts aus. In diesem Zusammenhang muss auch geklärt werden, ob eine eventuell zwischenzeitliche Hochzeit kirchenrechtlich gültig ist oder ob die kirchliche Trauung saniert oder noch nachgeholt werden muss. In manchen Fällen entscheidet sich erst dann, ob der Wiedereingetretene am vollen sakramentalen Leben teilnehmen und insbesondere die Eucharistie empfangen darf. Dieser Antrag geht an das erzbischöfliche Generalvikariat, wo die Daten überprüft werden. Die Genehmigung erfolgt durch den Generalvikar.

Nach der Rückmeldung vom Generalvikariat trifft sich der begleitende Priester erneut mit dem Wiedereintrittswilligen. Bei diesem Treffen wird der Wiedereintritt offiziell besiegelt. Während dieses Gesprächs erklärt der Wiedereintrittswillige noch einmal, dass er seinen ehemaligen Austritt bereut und wieder in der katholischen Kirche leben möchte. In welchem Rahmen ein solches Gespräch stattfindet, bleibt der Entscheidung der handelnden Personen überlassen. Eine Feier im Rahmen eines Gottesdienstes ist ebenso möglich, wie ein Treffen im kleinen Rahmen. Der Priester erteilt dem Wiederaufzunehmenden dabei die Absolution von der Exkommunikation.

Im Anschluss wird die Wiederaufnahme verschiedenen Stellen gemeldet. Neben dem Taufpfarramt, dem Wohnsitzpfarramt, dem Bistum, dem Einwohnermeldeamt und dem Finanzamt ist das gegebenenfalls das Standesamt.

Der Weg zurück in die Kirche ist also möglich. Die Statistik unserer Pfarrei sagt uns, dass zur Zeit immer mehr Menschen einen solchen Schritt wagen und den Austritt rückgängig machen wollen. Im vergangenen Jahr waren es immerhin 20 Personen. Diese Menschen spüren, dass dies auch nicht selten zu ihrem Seelenfrieden beiträgt. Haben Sie also ruhig den Mut, diese Fragen mit einem Seelsorger zu besprechen

meint Ihr Pfarrer P. Hans-Joachim Winkens SAC